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Neuigkeiten

Ramadan 2025: Rückblick auf einen unvergesslichen Ramadan im Darus-Sunnah

Der Mond des Ramadan ist vergangen, doch seine Spuren sind tief in unseren Herzen geblieben. 29 Tage voller Gebete, Gemeinschaft, guten Taten und unvergesslicher Momente. In diesem Monat hat Allah uns gezeigt, wer wir sein können – voller Eifer für den Islam, voller Liebe zur Masjid, voller Hingabe in unseren Gebeten. Nun blicken wir mit einem wehmütigen, aber dankbaren Herzen zurück.

Die Nächte des Ramadan – Tarawih & Itikaf

Jeden Abend kamen wir in der Moschee zusammen, Schulter an Schulter im Gebet, während der Imam uns durch den Qur’an führte. Die Tarawih-Gebete waren nicht nur ein spirituelles Highlight, sondern auch eine Gelegenheit, von den Geschichten der Sahaba zu lernen – erzählt in den kurzen Pausen zwischen den Gebeten. Und wie jedes Jahr war es eine Herausforderung, einen Platz zu finden: Alle Räume waren überfüllt, die Luft schwer von Anstrengung und Hingabe. Doch was gibt es Schöneres, als eine Masjid, die überquillt vor Iman?

Besonders in den letzten zehn Tagen wurde die Moschee zu einem Zuhause für jene Brüder, die Itikaf gemacht haben – in Abgeschiedenheit mit Allah, fern vom Alltag, nur mit Qur’an und Dua. Eine Atmosphäre der Ruhe, der Bittgebete, der Suche nach Laylatul Qadr.

Natürlich fehlte es nicht an Momenten, die uns zum Schmunzeln brachten. Jeder kennt es: Der Imam macht einen Fehler, aber die Person, die ihn korrigieren will, ist in einem anderen Raum – völlig überzeugt, dass der Imam sie natürlich hören muss. 🤣 Der Moment der Stille danach, wenn alle sich fragen: “Hat er es gehört oder nicht?” – unbezahlbar.

Und dann unser Treppenhaus. Während wir uns um unsere Herzen kümmerten, blieb es… nennen wir es “authentisch roh”. 😅 Aufgrund der Umbauarbeiten standen die Wände nackt, Stromkabel ragten heraus, und in den letzten Tagen gab es nicht mal mehr Licht. Wer nach Tarawih ins erste Obergeschoss wollte, musste sich mit dem Handylicht den Weg bahnen. Eine Prüfung der Geduld – oder eine ganz neue Form von Ramadan-Spiritualität?

Die Lektion des Ramadan – Nicht nur Gäste, sondern Bewohner der Masjid

Während dieser gesegneten Tage haben wir immer wieder daran erinnert: Wir dürfen keine “Ramadan-Muslime” oder “Jumuah-Muslime” sein. Unser Rabb ist nicht nur im Ramadan unser Herr – sondern das ganze Jahr über. Wenn wir es geschafft haben, 30 Tage lang täglich in der Masjid zu sein, wie können wir es nicht schaffen, zumindest einige Male in der Woche zu kommen?

Die Shayatin waren gefesselt, und das war spürbar: Die Atmosphäre war erfüllt von Liebe, von Nächstenliebe, von dem Bemühen um gute Taten. Denn Ramadan bedeutet nicht nur Fasten – es bedeutet Charakterbildung, Geduld, Großzügigkeit. Allah will nicht, dass wir nach 30 Tagen wieder in alte Muster verfallen. Der Ramadan ist ein Training, um die nächsten elf Monate genauso motiviert zu bleiben.

Ein Monat der Gemeinschaft – Iftar & neue Geschwister im Islam

Die Schwestern trafen sich jeden Freitag zum gemeinsamen Iftar – eine wunderbare Tradition, die den Zusammenhalt stärkte. Auch die Brüder hatten ihre feste Runde: Jeden Samstag gab es ein anderes kulturelles Essen, von afghanisch über türkisch bis hin zu arabisch. Es war mehr als nur ein gemeinsames Essen – es war eine Feier der Vielfalt unserer Ummah.

Und noch ein besonderer Moment dieses Ramadans: Ein Bruder und eine Schwester haben sich entschieden, den Islam anzunehmen! Allahu Akbar! Möge Allah sie standhaft machen und ihr Herz mit Licht erfüllen.

Der Ramadan in der Maktab – Kinder voller Eifer

Auch unsere kleinen Muslime haben diesen Monat auf besondere Weise erlebt. Der Unterricht wurde gezielt auf Ramadan ausgerichtet: Die Kinder lernten über gute Taten, bastelten Eidgeschenke für ihre Eltern und übten, ihre privaten Spielsachen zu spenden. Es war wunderschön zu sehen, wie sie voller Freude Gutes tun wollten – ein Zeichen, dass Iman von klein auf wächst.

Die 27. Nacht – DER Ramadan für viele?

Und dann kam sie – die 27. Nacht. Plötzlich war die Masjid voll wie nie zuvor, Gesichter, die wir das ganze Jahr nicht gesehen hatten. Für viele Muslime ist die 27. Nacht der Höhepunkt – und leider oft auch das Ende ihres Ramadans. Ein bisschen traurig, aber vielleicht auch eine Erinnerung an uns alle: Der wahre Diener Allahs ist nicht nur ein Gast des Ramadans, sondern ein Bewohner der Masjid – das ganze Jahr über.

Die letzten 10 Nächte – Die Suchenden im I’tikaf

Besonders beeindruckend war die Hingabe der Brüder, die die letzten zehn Nächte im I’tikaf verbracht haben. Während wir nach Tarawih nach Hause gingen, um zu schlafen, blieben sie in der Moschee, vertieft in Dhikr, Qur’an und Dua. Die Stille der Nacht wurde nur durch das leise Flüstern von Bittgebeten durchbrochen. Möge Allah ihre Mühen annehmen und ihnen all das schenken, worum sie Ihn gebeten haben.

Ein Ende, das ein Anfang ist

Der Mond des Ramadan ist untergegangen, aber sein Licht bleibt in unseren Herzen. Möge Allah unsere Gebete, unser Fasten und unsere guten Taten annehmen. Und möge Er uns die Kraft geben, dieses Feuer in unseren Herzen die nächsten elf Monate am Brennen zu halten.

Ramadan mag vorbei sein – aber unser Weg mit Allah (swt) geht weiter.

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Bildung

Die Maktab-Bücherei: Wissen für die nächste Generation

Bücher sind Tore zu neuen Welten, sie vermitteln Wissen, inspirieren und fördern das kritische Denken. Doch in einer Zeit, in der Bildschirme unseren Alltag dominieren, ist es umso wichtiger, Kindern die Freude am Lesen zu vermitteln. Aus diesem Grund freuen wir uns, die Maktab-Bücherei ins Leben zu rufen – ein gemeinnütziges Projekt der Darus Sunnah Moschee, das es unseren Maktab-Schülern ermöglicht, kostenlos wertvolle Bücher auszuleihen.

Ein Ort der Bildung und Inspiration

Unsere Bücherei ist mehr als nur ein Regal voller Bücher – sie ist ein Ort der Bildung und Inspiration. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, islamische Literatur, erzählerische Werke und Wissensbücher zu entdecken, die sie auf ihrer Reise des Lernens begleiten. Es geht darum, Freude am Lesen zu wecken, sie mit Geschichten zu begeistern und ihnen das Wissen zu vermitteln, das sie auf ihrem Lebensweg stärkt.

Wie funktioniert die Ausleihe?

Damit die Maktab-Bücherei für alle Kinder zugänglich bleibt, haben wir einige einfache Regeln aufgestellt:

✅ Ein Buch pro Monat: Jedes Kind darf sich ein Buch für maximal vier Wochen ausleihen.
✅ Rückgabe: Das Buch muss pünktlich zum festgelegten Termin zurückgegeben werden.
✅ Sorgsamer Umgang: Die Kinder lernen, dass Bücher geschätzt und mit Sorgfalt behandelt werden.
✅ Verspätete Rückgabe: Sollte ein Buch zu spät zurückgegeben werden, wird eine kleine Gebühr von 1 Euro pro Woche fällig.
✅ Verlorene Bücher: Falls ein Buch verloren geht, kann es ersetzt oder der Wert erstattet werden.
✅ Quran & Tafsir: Diese Bücher müssen mit besonderem Respekt und Sorgfalt behandelt werden.

Warum ist das Lesen so wichtig?

Studien zeigen immer wieder, dass Kinder, die regelmäßig lesen, nicht nur über einen größeren Wortschatz verfügen, sondern auch bessere schulische Leistungen erbringen und kreativer denken. Besonders für muslimische Kinder in nicht-muslimischen Ländern ist es essenziell, durch islamische Literatur ihre Identität zu festigen und mehr über ihre Religion, Geschichte und Kultur zu erfahren.

Unsere Bücherei ist daher ein Schritt in eine Zukunft, in der Kinder durch das Lesen sowohl ihre Sprache als auch ihr islamisches Wissen vertiefen. Die Bücher, die sie hier finden, sollen ihnen Orientierung geben und sie auf ihrem Lebensweg begleiten.

Wir brauchen eure Unterstützung!

Die Maktab-Bücherei ist ein gemeinnütziges Projekt, das von Spenden lebt. Wenn du uns unterstützen möchtest, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

📚 Buchspenden: Hast du gut erhaltene islamische Kinderbücher oder Wissensbücher, die du gerne weitergeben möchtest? Dann melde dich bei uns!
💰 Finanzielle Unterstützung: Du kannst uns mit einer Spende helfen, neue Bücher anzuschaffen, damit wir unsere Auswahl stetig erweitern können.
📢 Weitererzählen: Erzähle anderen von unserer Bücherei! Je mehr Menschen davon wissen, desto mehr können wir gemeinsam bewirken.

Fazit: Die Liebe zum Wissen wecken

Wir glauben daran, dass jedes Buch ein Schlüssel zu Wissen und Weisheit ist. Es ist unsere Verantwortung, den Kindern diesen Schlüssel in die Hand zu geben und ihnen die Welt des Wissens zu öffnen. Die Maktab-Bücherei ist ein Anfang – eine Brücke zwischen Tradition und Moderne, zwischen Lernen und Leben.

Wir freuen uns auf viele begeisterte Leser und laden alle herzlich ein, Teil dieses wunderbaren Projekts zu werden! 🤲📖

Ratschläge für eine glückliche Ehe im Islam
Wissenswertes

Ratschläge für eine glückliche Ehe im Islam

Die Ehe ist ein wertvolles Geschenk und eine segensreiche Institution im Islam. Sie gibt uns die Möglichkeit, in Gemeinschaft und Harmonie zu leben, schützt uns vor Versuchungen und stärkt unseren Glauben. Doch wie können wir sicherstellen, dass unsere Ehe ein Ort von Ruhe, Liebe und Verständnis bleibt? In diesem Beitrag teilen wir einige bewährte Ratschläge aus der Sunnah, die helfen können, ein erfülltes und harmonisches Eheleben zu führen, inshallah.

Die Bedeutung der Ehe: Eine Quelle des Friedens

Im Islam hat jede Handlung einen höheren Zweck. Auch die Ehe ist nicht nur eine gesellschaftliche Verpflichtung, sondern eine spirituelle Verbindung, die im Einklang mit den Prinzipien des Islam steht. Allah sagt im Quran:
„Er ist Der, Der euch aus einer Seele erschuf und aus ihr deren Gattin, um bei ihr Ruhe zu finden.“ (Sura Al-Araf: 189).

Dieses Gleichnis zeigt, dass die Ehe dazu dient, in unserem Partner einen Ruhepol und eine Quelle der Stärke zu finden. In einer Welt voller Herausforderungen soll die Ehe unser Rückzugsort und ein Ort des Trostes sein.

Verständnis und Akzeptanz des Partners

Der Prophet Muhammad (saw) lehrte uns, die Unterschiede zwischen Mann und Frau zu akzeptieren. In einem berühmten Hadith sagte er:
„Seid den Frauen gut gesinnt – denn die Frau wurde aus einer Rippe erschaffen und das Krümmste an der Rippe ist ihr oberster Teil. Versuchst du es gerade zu biegen, bricht es; lässt du es aber dabei, so bleibt es krumm.“ (Bukhari und Muslim).

Dieser Hadith betont, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind und diese Unterschiede als Bereicherung gesehen werden sollten. Statt zu versuchen, den Partner zu verändern, sollten wir die Welt aus seiner Perspektive betrachten. Das stärkt das Verständnis und hilft, Konflikte einfühlsam und respektvoll zu lösen.

Konflikte respektvoll lösen

Jede Ehe hat ihre Höhen und Tiefen. Streitigkeiten sind normal, doch der Umgang damit ist entscheidend. Der Prophet (saw) sagte:
„Die besten unter euch sind diejenigen, die die besten Manieren haben und die besten unter euch sind diejenigen, die am besten zu ihren Ehefrauen sind.“

Ein Beispiel aus seinem Leben zeigt, wie wichtig Geduld und Empathie in hitzigen Momenten sind: Als Aisha (ra) aus Eifersucht das Essen von Safija (ra) zu Boden warf, blieb der Prophet (saw) ruhig und sagte zu seinen Gästen: „Eure Mutter ist eifersüchtig geworden.“ Anstatt die Situation eskalieren zu lassen, begegnete er ihr mit Nachsicht.

Geduld und das Akzeptieren der Schwächen des anderen sind entscheidend, um eine friedvolle Ehe zu führen. Kritik sollte konstruktiv und liebevoll geäußert werden, ohne den anderen zu verletzen.

Schlüssel zu einem harmonischen Eheleben

Ein glückliches Eheleben erfordert kleine, aber bedeutungsvolle Gesten. Lerne die „Schlüssel zum Herzen deines Partners“ kennen. Was erfreut ihn oder sie? Vielleicht ist es ein Kompliment, ein liebevoll zubereitetes Essen oder einfach ein Moment gemeinsamer Freude.

Der Prophet (saw) zeigte uns, wie wichtig es ist, auch im Alltag Leichtigkeit und Freude einzubringen. Ein Beispiel dafür ist, wie er mit Aisha (ra) auf Reisen ein Kamelrennen veranstaltete, nur um sie zum Lächeln zu bringen. Solche Momente stärken die Bindung zwischen den Ehepartnern und bringen Licht in den Alltag.

Dankbarkeit und Unterstützung in schweren Zeiten

Dankbarkeit ist ein kraftvolles Mittel, um die Ehe zu festigen. Ein kleines „Danke“ oder eine liebevolle Geste kann den Unterschied machen. Auch die Unterstützung in schwierigen Zeiten ist essenziell.

Chadischa (ra), die erste Frau des Propheten (saw), lebte uns vor, was bedingungslose Liebe und Loyalität bedeuten. Nach der ersten Offenbarung in der Höhle Hira beruhigte sie den Propheten, stärkte ihn und schenkte ihm Vertrauen. Solche Momente des gegenseitigen Beistands sind es, die eine Ehe in schweren Zeiten zusammenhalten.

Schluss: Ein Weg zur Zufriedenheit

Die Ehe ist eine Reise, auf der beide Partner wachsen und einander bereichern. Respekt, Geduld und Dankbarkeit bilden die Grundlage für eine Verbindung, die nicht nur in diesem Leben, sondern auch im Jenseits Bestand hat.

Möge Allah uns alle mit einer Ehe segnen, die von Liebe, Verständnis und Barmherzigkeit geprägt ist, sodass unsere Herzen Frieden und Freude finden. Amin.

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Moscheearbeit

Die Bedeutung von Gemeinschaft für muslimische Frauen

In einer Welt, die von Individualismus geprägt ist, bleibt das Bedürfnis nach Gemeinschaft für den Menschen grundlegend. Besonders muslimische Frauen, die im Westen leben, profitieren enorm von einem starken Gemeinschaftsgefühl, das ihnen nicht nur spirituelle Stärke, sondern auch soziale und emotionale Unterstützung bietet. In diesem Beitrag möchten wir die immense Bedeutung der Gemeinschaft für muslimische Frauen beleuchten und aufzeigen, welche positiven Auswirkungen eine aktive Teilnahme am Gemeindeleben haben kann.

Gemeinschaft als spirituelle Stütze

Der Islam betont die Wichtigkeit von Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung in der Ummah. Besonders für muslimische Frauen im Westen kann die Gemeinschaft eine entscheidende Rolle spielen, um den Glauben zu stärken, religiöses Wissen zu vertiefen und sich vor negativen Einflüssen zu schützen. Regelmäßige Treffen in der Moschee, gemeinsame Qur’an-Kreise oder Frauen-Seminare sind wertvolle Möglichkeiten, um sich spirituell weiterzuentwickeln und von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

Muslimische Frauen als Motor der Familie

Eine aktive muslimische Frau hat nicht nur eine positive Wirkung auf sich selbst, sondern auch auf ihre Familie. Frauen sind oft das Herzstück der Familie und verbringen besonders viel Zeit mit ihren Kindern. Wenn eine Frau sich aktiv in der Gemeinschaft engagiert, religiöse Veranstaltungen besucht und an islamischen Bildungsprogrammen teilnimmt, überträgt sich dieser Eifer automatisch auf ihre Kinder. Kinder lernen nicht nur durch formale Bildung, sondern vor allem durch Vorbilder. Eine Mutter, die sich für ihre Religion, Bildung und Gemeinschaft engagiert, inspiriert ihre Kinder, denselben Weg einzuschlagen.

Einfluss auf die Männer

Eine weitere oft unterschätzte Wirkung des Engagements von Frauen in der Gemeinschaft ist der Einfluss auf ihre Männer. Wenn eine Frau sich aktiv in der Moschee oder bei islamischen Projekten beteiligt, entsteht oft ein positiver Druck auf ihren Ehemann, ebenfalls aktiv zu werden. Sie ermutigt ihn dazu, an Vorträgen teilzunehmen, Freitagsgebete zu besuchen oder sich sozial und religiös mehr einzubringen. Dies führt langfristig zu einer harmonischeren Ehe, in der beide Partner gemeinsam an ihrer religiösen Entwicklung arbeiten.

Soziale und emotionale Unterstützung

Das Leben im Westen kann für muslimische Frauen oft herausfordernd sein. Sie stehen vor gesellschaftlichen Erwartungen, die nicht immer mit islamischen Werten übereinstimmen, und erleben in manchen Fällen sogar Isolation. Hier kommt die Gemeinschaft ins Spiel: Sie bietet einen sicheren Raum, in dem sich muslimische Frauen austauschen, gegenseitig unterstützen und in ihrem Glauben bestärken können. Durch Gemeinschaftsveranstaltungen wie Frauenzirkel, islamische Seminare oder gesellige Treffen entsteht eine starke Bindung, die das Gefühl der Einsamkeit reduziert und das Selbstbewusstsein stärkt.

Integration ohne Identitätsverlust

Viele muslimische Frauen im Westen stehen vor der Herausforderung, sich in die Gesellschaft zu integrieren, ohne ihre islamische Identität zu verlieren. Die Gemeinschaft kann ihnen helfen, diesen Balanceakt erfolgreich zu meistern. Durch Netzwerke von gläubigen Schwestern erhalten sie Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen, sei es Bildung, Beruf oder Familienleben. Gleichzeitig bietet die Gemeinschaft einen geschützten Raum, in dem sie ihre Religion praktizieren können, ohne sich fremd zu fühlen.

Fazit

Die Gemeinschaft ist für muslimische Frauen im Westen weit mehr als nur eine soziale Einrichtung. Sie ist ein essenzieller Bestandteil ihres spirituellen, emotionalen und gesellschaftlichen Lebens. Durch aktive Teilnahme profitieren nicht nur die Frauen selbst, sondern auch ihre Familien und die gesamte muslimische Gesellschaft. Deshalb sollten wir alle dazu beitragen, starke und lebendige Gemeinschaften zu schaffen, in denen sich jede muslimische Frau willkommen, wertgeschätzt und gestärkt fühlt.

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Bildung

Islamische Bildung ohne Wochenendstress: Ein neues Lernkonzept für muslimische Kinder

Warum wir den traditionellen Wochenendunterricht hinter uns lassen und auf eine ganzheitliche Bildung unter der Woche setzen.

Viele muslimische Kinder in Deutschland und Europa leben in einem Spannungsfeld zwischen zwei Welten. Einerseits stehen sie unter immensem Druck, den islamischen oder kulturellen Erwartungen ihrer Eltern gerecht zu werden, andererseits müssen sie den “normalen” Alltag in Schule und Gesellschaft bewältigen. Dieses Doppelleben kann für sie eine enorme Belastung darstellen.

Eltern wiederum wollen das Beste für ihr Kind. Sie möchten ihnen eine starke islamische Identität vermitteln und sicherstellen, dass sie ihre Werte und Traditionen bewahren. Gleichzeitig sind sie sich bewusst, dass ihre Kinder eine ausgewogene Entwicklung benötigen, die auch Freizeit, Erholung und familiäre Bindung beinhaltet.

Die Herausforderungen des herkömmlichen Wochenendunterrichts

Ein großes Problem ist, dass viele Moscheen ihre Bildungsangebote auf das Wochenende beschränken. Dies hat verschiedene Gründe: Einerseits fehlen oft die finanziellen Mittel, um qualifizierte Lehrkräfte einzustellen, andererseits sind viele islamische Lehrer im Ausland ausgebildet und nicht immer auf die Bedürfnisse muslimischer Kinder im Westen vorbereitet. Dies führt dazu, dass der Unterricht nicht immer effektiv oder zeitgemäß ist.

Zudem bedeutet der islamische Unterricht am Wochenende oft eine Doppelbelastung für die Kinder. Während ihre Freunde in der Freizeit Hobbys nachgehen oder sich erholen, verbringen sie ihre Wochenenden in langen Unterrichtseinheiten. Dies kann zu Ermüdung, Frustration und sogar Ablehnung des islamischen Unterrichts führen.

Ein innovativer Ansatz: Islamische Bildung unter der Woche

Um diese Herausforderungen zu lösen, verfolgt das Darus-Sunnah ein neues Konzept: Unser islamischer Unterricht findet nicht am Wochenende, sondern unter der Woche statt. Dadurch können Kinder den Islam in ihren Alltag integrieren, ohne dass ihre Erholungszeit oder Familienzeit am Wochenende beeinträchtigt wird.

Dieser Ansatz hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen. Eltern nehmen das Modell begeistert an, da es ihren Kindern ermöglicht, eine ausgeglichene Routine zu haben. Während andere Kinder nach der Schule Hobbys nachgehen, erhalten unsere Schüler gezielt islamische Bildung in einem strukturierten, angenehmen Rahmen.

Vorteile des Darus-Sunnah-Konzepts
  • Mehr Zeit für die Familie: Wochenenden bleiben für gemeinsame Aktivitäten und Erholung reserviert.
  • Bessere Integration des Islams in den Alltag: Durch regelmäßigen Unterricht unter der Woche wird das islamische Wissen stärker verinnerlicht.
  • Höhere Motivation und Lernfreude: Kinder erleben den Unterricht nicht als Zusatzbelastung, sondern als natürlichen Teil ihres Tagesablaufs.
  • Optimale Nutzung vorhandener Ressourcen: Durch Unterricht unter der Woche können qualifizierte Lehrkräfte kontinuierlicher eingebunden werden.

Fazit

Das Darus-Sunnah bietet eine innovative Lösung für muslimische Familien, die ihren Kindern eine fundierte islamische Bildung ermöglichen möchten, ohne dass sie darunter leiden. Unser Modell zeigt, dass es möglich ist, islamisches Wissen in den Alltag von Kindern zu integrieren, ohne ihre Freizeit zu opfern. Dieser Ansatz könnte zukünftig für viele weitere islamische Schulen ein Vorbild sein und dazu beitragen, dass muslimische Kinder in Europa eine starke und ausgewogene Identität entwickeln.

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Hajj & Umrah

Die Stationen der Hajj erklärt: Von Mina bis Arafat

Die Hajj ist eine der fünf Säulen des Islam und eine spirituelle Reise, die jeder Muslim mindestens einmal im Leben antreten sollte, sofern es die Umstände erlauben. Sie besteht aus mehreren wichtigen Stationen, die jeweils eine tiefgehende Bedeutung haben. Zwei der entscheidendsten Orte der Hajj sind Mina und Arafat, die eine essenzielle Rolle im rituellen Ablauf der Pilgerfahrt spielen.

1. Die Ankunft in Mina

Nach der Absichtserklärung (Niyyah) und dem Eintritt in den Weihezustand (Ihram) begeben sich die Pilger nach Mina, einem Tal etwa 8 Kilometer von Mekka entfernt.

  • Hier verbringen sie die Nacht in einfachen Zelten und bereiten sich auf die kommenden Tage vor.
  • In Mina beten die Pilger die regulären fünf Gebete, jedoch in gekürzter Form.
  • Dieser Aufenthalt symbolisiert die innerliche Vorbereitung und die Abkehr vom weltlichen Leben.
2. Der Tag von Arafat

Am neunten Tag des islamischen Monats Dhul-Hijjah, dem bedeutendsten Tag der Hajj, begeben sich die Pilger zum Berg Arafat. Dieser Ort ist von besonderer spiritueller Bedeutung, da hier die wichtigste Handlung der Hajj, die Wuquf (das Verweilen in Arafat), stattfindet.

  • Das Verweilen in Arafat beginnt nach Sonnenaufgang und dauert bis zum Sonnenuntergang.
  • Während dieser Zeit beten die Pilger inständig zu Allah, rezitieren den Quran und bitten um Vergebung.
  • Die Predigt in Arafat wird in der Moschee von Namira gehalten, wo viele Pilger sich versammeln.
  • Der Prophet Muhammad (ﷺ) hielt hier seine Abschiedspredigt, weshalb dieser Ort als zentrale Station der Hajj gilt.

Das Verweilen in Arafat ist so essenziell, dass der Prophet Muhammad (ﷺ) sagte: “Die Hajj ist Arafat” (Sunan Abu Dawood, Hadith 1949). Wer diesen Teil verpasst, hat die Hajj nicht vollzogen.

3. Weiterreise nach Muzdalifah

Nach Sonnenuntergang brechen die Pilger von Arafat nach Muzdalifah auf, einem offenen Gebiet zwischen Arafat und Mina. Hier:

  • Verrichten sie das Abend- (Maghrib) und Nachtgebet (Isha) zusammen.
  • Sammeln sie 49 oder 70 kleine Steine, die sie später für das Steinewerfen (Ramy al-Jamarat) in Mina benötigen.
  • Verbringen die Nacht unter freiem Himmel und nutzen die Zeit für Gebete und Reflexion.
4. Die Rückkehr nach Mina und das Steinewerfen

Am zehnten Tag von Dhul-Hijjah, dem Tag von Eid al-Adha:

  • Kehren die Pilger nach Mina zurück und werfen sieben Steine auf die große Steinsäule (Jamarat al-Aqaba), um symbolisch den Teufel zu vertreiben.
  • Nach diesem Ritus erfolgt die Opferung eines Tieres, das an das Opfer Abrahams erinnert (Qurbani).
  • Die Männer rasieren sich oder schneiden ihre Haare kurz, die Frauen schneiden eine kleine Haarsträhne.
  • Danach verlassen die Pilger den Weihezustand (Ihram) und dürfen wieder normale Kleidung tragen.
5. Tawaf al-Ifadah in Mekka

Nach dem Aufenthalt in Mina kehren die Pilger nach Mekka zurück, um den Tawaf al-Ifadah, also die sieben Umkreisungen der Kaaba, durchzuführen. Dies symbolisiert die spirituelle Reinigung und den Abschluss der Hauptbestandteile der Hajj.

6. Die letzten Tage in Mina und der Abschiedstawaf
  • Die Pilger verbringen die nächsten zwei bis drei Tage in Mina und werfen die Steine auf alle drei Jamarat (Steinsäulen).
  • Nach der Rückkehr nach Mekka erfolgt der Tawaf al-Wada’ (Abschiedstawaf), bei dem sich die Pilger mit einer letzten Umkreisung von der Kaaba verabschieden.

Fazit

Die Reise von Mina bis Arafat ist das Herzstück der Hajj. Sie führt die Pilger durch Stationen der spirituellen Reflexion, der Geduld und der Erneuerung ihres Glaubens. Wer diese Reise antritt, folgt den Spuren der Propheten und erlebt eine tiefgreifende spirituelle Transformation. Die Hajj ist nicht nur eine Reise zu heiligen Stätten, sondern vor allem eine Reise zu Allah und zu sich selbst.

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Hajj & Umrah

Masjid An-Nabawi: Die Prophetenmoschee und ihre Bedeutung

Die Masjid An-Nabawi, die Prophetenmoschee in Medina, ist eine der heiligsten Stätten des Islam. Sie wurde vom Propheten Muhammad (ﷺ) selbst errichtet und ist heute ein zentraler Ort der Anbetung, des Wissens und der spirituellen Einkehr für Muslime aus aller Welt.

1. Die Geschichte der Prophetenmoschee

Die Moschee wurde im Jahr 622 n. Chr. nach der Hijra (Auswanderung) des Propheten Muhammad (ﷺ) von Mekka nach Medina gegründet. Der Prophet (ﷺ) und seine Gefährten bauten sie gemeinsam auf einem Stück Land, das von zwei Waisenjungen gekauft wurde.

  • Ursprünglich war die Moschee ein einfacher Bau aus Palmstämmen und Lehm.
  • Sie diente nicht nur als Gebetsstätte, sondern auch als sozialer Treffpunkt und Schulungsort für die Muslime.
  • Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Moschee mehrfach erweitert und verschönert.
2. Die Bedeutung von Masjid An-Nabawi

Masjid An-Nabawi ist nicht nur eine Moschee, sondern auch ein Symbol der islamischen Gemeinschaft und Geschichte. Besonders bedeutsam ist:

  • Das Grab des Propheten Muhammad (ﷺ): Die Moschee beherbergt das Grab des Propheten, das sich in der sogenannten „Grünen Kuppel“ befindet. Millionen von Muslimen besuchen es jedes Jahr, um ihre Ehrerbietung zu zeigen.
  • Die Rawda (Garten des Paradieses): Ein besonderer Bereich in der Moschee, von dem der Prophet (ﷺ) sagte: „Zwischen meinem Haus und meiner Kanzel befindet sich ein Garten von den Gärten des Paradieses.“ (Bukhari, Hadith 1196)
  • Die Kanzel des Propheten (Minbar): Hier hielt der Prophet (ﷺ) seine Ansprachen und lehrte seine Gefährten.
  • Der zentrale Platz für Wissen: Seit ihrer Gründung war die Moschee ein Ort des Lernens. Viele berühmte Gelehrte haben hier Wissen weitergegeben.
3. Architektur und Erweiterungen

Über die Jahrhunderte wurde die Moschee durch verschiedene Kalifen und Herrscher erheblich erweitert:

  • Im Jahr 707 wurde sie von den Umayyaden renoviert.
  • Die Osmanen und später die Saudische Regierung führten große Erweiterungen durch.
  • Heute bietet die Moschee Platz für über eine Million Gläubige.
  • Ihre prächtigen Kuppeln, Minarette und ausfahrbaren Schattendächer machen sie zu einem architektonischen Meisterwerk.
4. Die spirituelle Bedeutung für Muslime

Die Masjid An-Nabawi ist für Muslime nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Ort tiefer spiritueller Erfahrung:

  • Ein Besuch der Moschee wird als hoch belohnenswert angesehen, insbesondere das Gebet in der Rawda.
  • Viele Muslime kombinieren ihren Hajj- oder Umrah-Besuch mit einem Aufenthalt in Medina, um in der Nähe des Propheten (ﷺ) zu sein.
  • Die Atmosphäre der Moschee vermittelt Frieden und spirituelle Einkehr.

Fazit

Die Masjid An-Nabawi ist eine der bedeutendsten Stätten des Islam. Sie symbolisiert die Einheit der Muslime, bewahrt die Geschichte des Propheten Muhammad (ﷺ) und dient als Ort des Gebets, des Wissens und der spirituellen Erneuerung. Wer Medina besucht, wird unweigerlich von der tiefen Spiritualität dieser heiligen Moschee berührt.

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Hajj & Umrah

Die Geschichte der Kaaba

Die Kaaba, das heiligste Heiligtum des Islam, befindet sich im Zentrum der Heiligen Moschee in Mekka. Sie ist der zentrale Punkt der islamischen Gebetsrichtung (Qibla) und spielt eine zentrale Rolle im rituellen Leben der Muslime, insbesondere während der Hajj- und Umrah-Pilgerfahrten. Ihre Geschichte reicht bis in die Zeit des Propheten Ibrahim (Abraham, Friede sei mit ihm) zurück und ist eng mit dem Monotheismus verbunden.

1. Die Ursprünge der Kaaba

Die islamische Überlieferung besagt, dass die Kaaba ursprünglich von Adam (Friede sei mit ihm) errichtet wurde. Die heutige Struktur geht jedoch auf den Propheten Ibrahim (AS) und seinen Sohn Ismail (AS) zurück.

  • Allah befahl Ibrahim (AS), die Kaaba an dem Ort wieder aufzubauen, den Adam (AS) zuvor gewählt hatte.
  • Gemeinsam mit Ismail (AS) errichtete Ibrahim (AS) die Kaaba aus Steinen und betete zu Allah, dass dieser Ort ein Zentrum der Anbetung für alle Gläubigen werde.
  • Die Kaaba wurde als Symbol des reinen Glaubens an den einen Gott (Tawhid) errichtet.
  • In der Kaaba wurde der Schwarze Stein (Hajar al-Aswad) eingelassen, der nach islamischer Überlieferung ein Geschenk aus dem Paradies war.
2. Die Kaaba in der vorislamischen Zeit

Vor der Zeit des Propheten Muhammad (ﷺ) wurde die Kaaba von verschiedenen arabischen Stämmen als religiöses Zentrum verehrt. Allerdings war sie mit der Zeit mit Götzendienst belastet worden:

  • Die Quraisch, der Stamm des Propheten Muhammad (ﷺ), hatten zahlreiche Götzenstatuen um die Kaaba aufgestellt.
  • Jährlich versammelten sich die arabischen Stämme zur Pilgerfahrt in Mekka, allerdings nicht in der reinen monotheistischen Tradition Ibrahims (AS).
  • Trotz des Götzendienstes blieb die Kaaba ein wichtiges Zentrum des Handels und der Kultur.
3. Die Reinigung der Kaaba durch den Propheten Muhammad (ﷺ)

Mit der Offenbarung des Islam wurde die Kaaba in ihre ursprüngliche Bedeutung als Haus des reinen Monotheismus zurückgeführt:

  • Nach der Eroberung Mekkas im Jahr 630 n. Chr. betrat der Prophet Muhammad (ﷺ) die Kaaba und zerstörte die darin befindlichen Götzenbilder.
  • Er stellte die Kaaba wieder als das zentrale Heiligtum des Islam her und ordnete an, dass sich alle Muslime in Richtung der Kaaba im Gebet wenden.
  • Seitdem bleibt die Kaaba das Zentrum der islamischen Welt.
4. Die Architektur und Struktur der Kaaba

Die heutige Kaaba unterscheidet sich architektonisch von ihrer ursprünglichen Form, ist aber im Kern das gleiche Heiligtum:

  • Die Kaaba ist etwa 13 Meter hoch, 11 Meter breit und 12 Meter lang.
  • Die Außenwände sind mit schwarzem Stoff (Kiswah) bedeckt, der jährlich erneuert wird.
  • Der Schwarze Stein (Hajar al-Aswad) ist in einer silbernen Fassung in der südöstlichen Ecke eingelassen und markiert den Beginn der Tawaf (Umrundungen der Kaaba).
  • Die Kaaba hat eine Tür, die etwa 2 Meter über dem Boden liegt.
  • Ein goldener Regenablauf (Mizab) leitet das Wasser vom Dach der Kaaba ab.
5. Die Kaaba in der heutigen Zeit

Die Kaaba bleibt das spirituelle Zentrum für Muslime weltweit:

  • Fünfmal täglich richten sich Muslime beim Gebet zur Kaaba.
  • Jährlich pilgern Millionen Muslime im Rahmen des Hajj nach Mekka, um die Kaaba zu umkreisen.
  • Während der Umrah, die das ganze Jahr über durchgeführt werden kann, ist das Tawaf (die Umrundung der Kaaba) ebenfalls eine zentrale Handlung.
  • Die saudische Regierung hat im Laufe der Jahre zahlreiche Erweiterungen rund um die Kaaba vorgenommen, um die wachsende Anzahl an Pilgern aufzunehmen.

Fazit

Die Geschichte der Kaaba ist tief mit der islamischen Tradition verwoben und steht für den reinen Glauben an den einen Gott. Sie wurde durch die Jahrhunderte hinweg bewahrt, gereinigt und geehrt. Heute bleibt sie das Herzstück des islamischen Glaubens und zieht Millionen von Gläubigen an, die dort ihre spirituelle Verbindung zu Allah vertiefen möchten.

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Hajj & Umrah

Ein Blick auf die heiligen Stätten des Islam

Erkunde die Orte, die dein Herz berühren werden

Von der Kaaba in Mekka bis zur Prophetenmoschee in Medina – jede heilige Stätte hat eine besondere Bedeutung und Geschichte. Tauche in unsere Blogbeiträge ein, um mehr über diese Orte zu erfahren.

Noch mehr Eindrücke von den heiligen Stätten gibt es hier 🙂

Heilige Stätten entdecken →

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Hajj & Umrah

Duas für die Hajj/Umrah Reise

Die Hajj und die Umrah sind nicht nur physische Reisen, sondern vor allem spirituelle Erlebnisse, die mit Hingabe, Demut und der ständigen Erinnerung an Allah vollzogen werden sollten. Eine der kraftvollsten Möglichkeiten, diese Reisen zu bereichern, sind Duas (Bittgebete). Sie helfen dabei, sich mit Allah zu verbinden, Vergebung zu erbitten und um Erfolg auf der Reise zu bitten.

Hier sind einige der wichtigsten Duas, die jeder Pilger auf seiner Reise zur Hajj oder Umrah kennen sollte:

1. Dua beim Verlassen des Hauses

Bevor du dich auf den Weg machst, solltest du Allah um Schutz und Segen bitten:

Bismillahi, tawakkaltu ‘alallah, wa la hawla wa la quwwata illa billah.
(Im Namen Allahs, ich verlasse mich auf Allah, und es gibt keine Macht und keine Kraft außer durch Allah.)
(Abu Dawud, Tirmidhi)

2. Dua beim Reisen (z. B. im Flugzeug oder Auto)

Subhanalladhi sakhkhara lana hadha wa ma kunna lahu muqrinin. Wa inna ila rabbina lamunqalibun.
(Gepriesen sei Derjenige, der dies uns dienstbar gemacht hat, denn wir wären dazu nicht in der Lage gewesen. Und wahrlich, wir kehren zu unserem Herrn zurück.)
(Quran 43:13-14)

3. Dua bei der Ankunft in Mekka

Wenn du Mekka betrittst, ist es wichtig, Allah für die Möglichkeit zu danken, die heilige Stadt zu betreten:

Allahumma haza haramuka wa amnuka, faharrimni ‘ala-n-nar, wa amminni min ‘adhabik.
(O Allah, dies ist Deine geschützte und sichere Stätte, so bewahre mich vor dem Höllenfeuer und schütze mich vor Deiner Bestrafung.)

4. Dua beim Betreten der Masjid Al-Haram

Beim Betreten der heiligsten Moschee solltest du folgende Worte sprechen:

Allahumma iftah li abwaba rahmatik.
(O Allah, öffne mir die Tore Deiner Barmherzigkeit.)

5. Dua beim ersten Anblick der Kaaba

Es wird berichtet, dass der erste Blick auf die Kaaba eine besondere Gelegenheit für angenommene Duas ist. Bete mit Demut und bitte Allah um das, was dein Herz begehrt.

Allahumma zid hadha-l-baita tashreefan wa ta’ziman wa takriman wa mahabatan, wa zid man sharrafahu wa karramahu mimman hajjahu aw i’tamara tashreefan wa takriman wa ta’ziman wa birran.
(O Allah, vermehre die Ehre, Würde, Erhabenheit und Erhabenheit dieses Hauses, und vermehre die Ehre, Würde, Erhabenheit und Rechtschaffenheit jener, die es besuchen, sei es zur Hajj oder Umrah.)

6. Dua während des Tawaf (Umschreitung der Kaaba)

Beim Tawaf kannst du jede beliebige Dua sprechen. Besonders empfohlen ist jedoch:

Rabbana atina fi-d-dunya hasanah, wa fi-l-akhirati hasanah, wa qina ‘adhaban-nar.
(Unser Herr, gib uns Gutes im Diesseits und Gutes im Jenseits und bewahre uns vor der Strafe des Feuers.)
(Quran 2:201)

7. Dua beim Sa’i (Lauf zwischen Safa und Marwa)

Wenn du Safa besteigst, sprich:

Innassafa wal-marwata min sha’aairillah.
(Wahrlich, Safa und Marwa sind von den Zeichen Allahs.)
(Quran 2:158)

8. Dua in Arafat (Tag der Arafah)

Dies ist die beste Zeit für Duas, da der Prophet (ﷺ) sagte:

„Das beste Dua ist das Dua von Arafah.“
(Tirmidhi)

Eine der wichtigsten Bittgebete an diesem Tag ist:

La ilaha illallah, wahdahu la sharika lah, lahul mulku wa lahul hamdu wa huwa ‘ala kulli shay’in qadir.
(Es gibt keinen Gott außer Allah, dem Einzigen ohne Partner. Ihm gehört die Herrschaft, und Ihm gebührt alles Lob, und Er hat Macht über alle Dinge.)

9. Dua beim Steinewerfen (Ramy al-Jamarat)

Vor dem Werfen der Steine solltest du sprechen:

Bismillahi, Allahu Akbar!
(Im Namen Allahs, Allah ist der Größte!)

10. Dua beim Abschied von Mekka (Tawaf al-Wida‘)

Vor der Abreise aus Mekka empfiehlt es sich, folgendes zu sagen:

Allahumma la taj’alhu akhira-l-ahdi bi baytik al-haram, wa in ja’altahu faja’lni marju’an wa la tamna’ni minhu abadan.
(O Allah, mache es nicht zu meinem letzten Besuch in Deinem heiligen Haus, aber falls es so sein sollte, dann lasse mich als jemand zurückkehren, der willkommen ist, und verwehre mir dies niemals.)

Fazit

Duas sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Hajj- und Umrah-Reise. Sie helfen dem Pilger, sich Allah zu nähern, Schutz zu erlangen und spirituelle Erhebung zu erfahren. Möge Allah alle Pilger segnen, ihre Duas annehmen und ihre Reise erleichtern. Ameen.